In den Zwischenkriegsjahren siedelt eine Familie aus Süddeutschland, auf die andere Seite des Bodensees um. Die älteste Tochter wird nach Zürich in ein Mädchenpensionat geschickt, damit sie später eine gute Partie abgeben wird. Sie kommt vom Pfad der Tugend ab, als sie einen jungen Spanier kennenlernt, Andalusier, Kommunist, dem spanischen Bürgerkrieg entkommen wie es heisst, sicher ist nur, dass sie schwanger wird. Die Eltern arrangieren eilig eine Ehe mit mit einem Schweizer Beamten. Niemand fragt wieso das erste Kind, eine Tochter, schwarzhaarig ist, während die beiden nächsten, zwei Söhne, blond wie Mutter und Vater sind.

Das Geheimnis ihrer Herkunft erfährt die Tochter erst, als die Mutter auf auf dem Sterbebett liegt, doch sie ahnt schon viel früher, und wahrscheinlich findet die Ahnung um einen verborgenen Wesenszug seinen Widerhall, als sie als junge Frau einen Süditaliener kennenlernt, der vor kurzem in die Schweiz gekommen ist. Sie wiederholt die Geschichte ihrer Mutter und lehnt sich gleichzeitig gegen sie auf, indem sie mit dem Süditaliener zusammenbleibt und ihm drei Söhne schenkt. Nach der Scheidung, die Aussenstehenden von Anfang an als unvermeidlich gilt, kehrt der Italiener in den Süden zurück, die noch immer junge Frau heiratet wieder und beklagt ihr Leben lang still , dass es immer zu kalt sei in der Schweiz. Das Verlangen nach Süden scheint erblich zu sein.